Wenn sich Ihr Zahnfleisch zurückgezogen hat, lässt es sich mit der Pinhole-Technik schonend wieder in seine ursprüngliche Position bringen, ohne Skalpell und ohne Gewebeentnahme.
Dr. Alexander Ilbag ist einer von wenigen zertifizierten Anwendern in Deutschland.
Ohne Skalpell und Naht, die kleine Öffnung verheilt in der Regel bis zum nächsten Tag.
Je nach Umfang etwa 30 bis 60 Minuten, mehrere Zähne in einer Sitzung möglich.
Die Pinhole Surgical Technique ist ein minimalinvasives Verfahren, mit dem zurückgegangenes Zahnfleisch über eine winzige Zugangsöffnung wieder über die freiliegenden Zahnhälse geschoben wird. Im Deutschen wird sie auch „Nadelöhr-Technik" oder Zahnfleischlifting genannt. Behandelt wird damit der Zahnfleischrückgang, in der Fachsprache Rezession: Der Zahnhals liegt frei, der Zahn wirkt länger, reagiert empfindlich auf Kälte und ist am ungeschützten Wurzelbereich anfälliger für Defekte.
Das Wirkprinzip: Über eine nur wenige Millimeter kleine Öffnung wird das Zahnfleisch vom Knochen gelöst, sodass es beweglich wird, und anschließend nach unten über die Wurzel verlagert. In der neuen Position halten es feine Kollagenmembranen, die von selbst abgebaut werden, Nähte sind nicht nötig. Der Unterschied zum klassischen Vorgehen ist der Verzicht auf Schnitte und auf ein Bindegewebstransplantat vom Gaumen: Die zweite Wundstelle entfällt. Das Verfahren wurde von Dr. John Chao in Los Angeles entwickelt und patentiert; die Zertifizierung ist ausschließlich dort möglich. Dr. med. dent. Alexander Ilbag M.Sc. gehört zu den wenigen dafür zertifizierten Zahnärzten in Deutschland.
Voraussetzung ist entzündungsfreies Zahnfleisch, eine aktive Parodontitis wird zuerst behandelt. Auch die Ursache des Rückgangs muss geklärt sein: Bei zu kräftiger Putztechnik, Knirschen oder Fehlbelastung kehrt die Rezession sonst zurück. Bei sehr ausgeprägtem Gewebeverlust oder fehlendem Knochen sind die Möglichkeiten begrenzt; dann ist ein anderes Verfahren die bessere Wahl.
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Im Vergleich zu klassischen Verfahren mit Bindegewebstransplantat entfällt die zweite Wundstelle am Gaumen; Schwellungen und Schmerzen sind meist deutlich geringer. In den ersten Tagen sollten Sie den behandelten Bereich nicht putzen, weich essen und nicht daran saugen oder ziehen; wir geben Ihnen dazu eine schriftliche Anleitung mit. Wichtig für den Erhalt des Ergebnisses ist, die Ursache abzustellen, etwa eine zu kräftige Putztechnik oder nächtliches Knirschen. Die Behandlung führt Dr. Alexander Ilbag durch; Termine sind an beiden Standorten möglich.
Jede Behandlung wird individuell auf Ihren Befund abgestimmt.
Wir prüfen, wie weit die Rezessionen fortgeschritten sind und ob die Pinhole-Technik für Sie geeignet ist. Dazu gehört auch die Frage nach der Ursache, damit das Ergebnis dauerhaft hält.
Der betroffene Bereich wird örtlich betäubt, sodass Sie von der Behandlung in der Regel nichts spüren.
Über ein kleines Zugangsloch wird das Zahnfleisch mit feinen Instrumenten vorsichtig gelöst und über die freiliegende Zahnwurzel geschoben. Weil nicht geschnitten wird, bleibt die Blutversorgung des Gewebes erhalten.
Feine Kollagenmembranen werden eingebracht und halten das Zahnfleisch in seiner neuen Position, ganz ohne Nähte. Der Körper baut das Material im Laufe der Heilung selbst ab.
Die kleine Öffnung verheilt in der Regel bis zum nächsten Tag, das Gewebe festigt sich in den folgenden Wochen. Wir kontrollieren den Verlauf und geben Ihnen genaue Pflegehinweise für die erste Zeit.
Dauer je nach Umfang etwa 30 bis 60 Minuten, mehrere Zähne in einer Sitzung möglich
Keine Schnitte und keine Nähte, dadurch meist geringere Schwellung und weniger Schmerzen
Keine zweite Wundstelle am Gaumen, weil kein Transplantat entnommen wird
Mehrere Zähne oder ein ganzer Kieferabschnitt in einer Sitzung behandelbar
Freiliegende Zahnhälse werden abgedeckt, was die Empfindlichkeit meist reduziert
Die kleine Zugangsöffnung ist in der Regel am Folgetag nicht mehr zu sehen
Die Pinhole Surgical Technique ist eine private Leistung. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen sie in der Regel nicht, da für die Deckung von Rezessionen keine Regelversorgung vorgesehen ist. Die Kosten hängen davon ab, wie viele Zähne behandelt werden und wie viel Membranmaterial nötig ist, eine Behandlung an mehreren Zähnen in einer Sitzung ist dabei meist wirtschaftlicher als einzelne Eingriffe. Privat Versicherte sollten vorab beim Versicherer anfragen, ob und in welcher Höhe eine Erstattung möglich ist; wir stellen Ihnen dafür gern einen Kostenplan zur Vorlage aus. Sie erhalten diesen Plan in jedem Fall vor Behandlungsbeginn schriftlich.
Die Angaben sind allgemeine Hinweise. Was in Ihrem Fall übernommen wird, hängt vom Befund und Ihrem Versicherungsschutz ab, wir beraten Sie persönlich und halten alles schriftlich fest.
Ist Ihre Frage nicht dabei? Rufen Sie uns gern an, wir nehmen uns Zeit.
Die Pinhole-Behandlung erfolgt in örtlicher Betäubung, Sie spüren dabei in der Regel keine Schmerzen. Weil nicht geschnitten und nicht genäht wird und kein Gewebe vom Gaumen entnommen werden muss, sind die Beschwerden danach meist deutlich geringer als bei klassischen Verfahren. Ein leichtes Druck- oder Spannungsgefühl für ein bis zwei Tage ist normal; ein einfaches Schmerzmittel genügt in der Regel.
Neues Zahnfleisch wächst nicht nach, vorhandenes Gewebe wird verlagert und über die freiliegende Wurzel positioniert. Genau deshalb hängt das erreichbare Ergebnis davon ab, wie viel Gewebe noch vorhanden ist und wie der Knochen darunter verläuft. Bei geeignetem Befund lassen sich freiliegende Zahnhälse gut abdecken; wie viel realistisch möglich ist, sagen wir Ihnen vorher.
Das Ergebnis kann dauerhaft halten, wenn die Ursache des Zahnfleischrückgangs abgestellt wird. Bleiben zu kräftige Putztechnik, nächtliches Knirschen, eine Fehlbelastung oder eine unbehandelte Parodontitis bestehen, kann sich das Zahnfleisch erneut zurückziehen. Regelmäßige Kontrollen, eine schonende Putztechnik und bei Bedarf eine Knirscherschiene sichern das Erreichte ab.
Weich essen sollten Sie einige Tage, den behandelten Bereich etwa eine bis zwei Wochen nicht mit der Zahnbürste berühren, die genaue Dauer legen wir nach dem Eingriff fest. In dieser Zeit halten Sie die Stelle mit einer Spüllösung sauber. Vermeiden Sie Saugen, Ziehen an der Lippe, heiße Getränke und Sport in den ersten Tagen.
Bei der Pinhole-Technik wird kein Transplantat benötigt, weil das vorhandene Zahnfleisch mobilisiert und verschoben wird; die neue Position halten resorbierbare Kollagenmembranen. Damit entfällt die zweite Wunde am Gaumen, die beim klassischen Bindegewebstransplantat oft die eigentlich unangenehme Stelle ist. Für bestimmte Befunde bleibt das Transplantat allerdings weiter das geeignetere Verfahren.
Zahnfleischrückgang ist häufig Folge einer Entzündung, die muss zuerst behandelt sein.
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Die richtige Putztechnik und regelmäßige Reinigung verhindern, dass sich das Zahnfleisch erneut zurückzieht.
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Nächtliches Knirschen belastet Zahnhälse und Zahnfleisch; eine Schiene schützt das Behandlungsergebnis.
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